Eine neue A3 Switcher wird geboren!

    • Moin Dietrich,
      das Problem hat sich geklärt. Ich habe eine neue Propangasflasche. Dabei kann es vorkommen, daß der Druck höher ist, als der Brenner verkraftet. Den beiliegenden Druckminderer habe ich gegen eine Regelbaren (so etwas hat man ja in der Werkzeugkiste) ausgetauscht. Jetzt funktioniert der Brenner bis 6bar einwandfrei. Er macht richtig Dampf! Da ist auch ein größeres Stück Messing kein Problem.

      Saludos

      Jorge
      Jedes Werkzeug, das man während einer Reparatur fallen läßt, rollt unter den Wagen und bleibt unter dessen geographischen Mittelpunkt liegen. Dr. Samuel Johnson 1709-1784.
    • Speisewasserpumpenkörper

      Hallo,

      jetzt sind beide Pumpenkörper für das Speisewasser hartgelötet und bereit für die Weiterverarbeitung:




      Die Oberfläche wurde mit 0,3mm Glasperlen gestrahlt. Höhere Qualität ist unnötig, da noch viel daran gearbeitet werden muß und außerdem die Handpumpe permanent unter Wasser sein wird. Wahrscheinlich werden beide transparent pulverbeschichtet.

      Saludos

      Jorge
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    • Hallo,

      endlich kann es weitergehen, aber zuerst muß ein D-Bit geschliffen werden, um den Ventilsitz ausbohren zu können. Da kommen einem die abgebrochenen Fräser wieder gelegen:



      Nach dem Vorbohren kommt der Sitz:



      Danach wird das Innengewinde gebohrt und noch der Abschluß ausgedreht:



      Das ging nur mit einem Ausdrehkopf.

      Die nächsten Schritte sind etwas problematisch, da ich leider mit dem Hartlöten der Standplatte etwas vorwitzig war. Jetzt steht da etwas im Wege. Mal schauen, wie man das meistern kann, oder ob es wieder rückgängig gemacht werden muß.

      Saludos

      Jorge
      Jedes Werkzeug, das man während einer Reparatur fallen läßt, rollt unter den Wagen und bleibt unter dessen geographischen Mittelpunkt liegen. Dr. Samuel Johnson 1709-1784.
    • Speisewasserhandpumpe

      Hallo,

      bevor mit dem Ansaugventil weiter gemacht wird, muß der Ventilkörper gekürzt werden. Er war nur deswegen so lang, da man den Körper sonst nicht in der Drehbank einspannen hätte können:




      Jetzt stellt sich die Frage, wie das Ansaugventil eingearbeitet wird:



      Bis Bald

      Jorges
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    • Speisewasserhandpumpe

      Guten Abend,

      bei diesem heißem Wetter ist die Werkstatt der beste Ort, um den Tag zu verbringen. Deswegen wurde der Pumpenkörper gebohrt:



      Außerdem mußte die Bohrung für die Dichtungsbuchse ausgedreht werden:



      Alle Überlängen, die für die Verarbeitung notwendig waren wurden gekürzt. Das ist der augenblickliche Stand der Pumpe:



      Morgen geht es weiter.

      Saludos

      Jorge
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    • Speisewasserhandpumpe

      Hallo,
      nach einer kleinen Pause geht es weiter mit der Speisewasserhandpumpe. Was für ein Wort!
      Es geht jetzt um die ganzen Kleinteile. Hier der Beginn des Ansaugstutzen aus Rundmessing:



      Nach dem Abstechen wurde eine Aufnahme in Alu gedreht, um das Teil ohne Beschädigung im Futter spannen zu können. Dann wurde der 60 Grad Trichter ausgedreht:



      Das Ergebnis ist der Einsaugstutzen mit Abdeckung und Einlassgitter. Vielleicht ist die Maschenbreite noch zu groß. Das muß die Praxis zeigen:



      Hier jetzt alle Kleinteile für die Pumpe samt Pumpenkörper:



      Die zusammengebaute Pumpe kann man hier sehen:



      Es fehlt nur noch der Handschwengel, der abnehmbar sein muß:



      Die Pumpe probehalber eingebaut in den Tender:




      Zum Pumpen kann dann der Handgriff eingesteckt werden. Da unten kein Text mehr hingeht, Saludos bis zum nächsten Mal. Jorge

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    • automatische Speisepumpe

      Guten Abend,

      als nächstes geht es an die Speisepumpe, die von der hinteren Achse angetrieben wird. Der Pumpenkörper wird ähnlich der Handpumpe zusammengelötet und dann auf der Drehbank gebohrt:



      Der Kolben muß für die Aufnahme des Antriebs gebohrt werden. Dazu ein Trick, den sicherlich jeder kennt, aber doch immer wieder in Vergessenheit gerät. Von der zu bohrenden Rundstange wird eine Stück abgeschnitten, auf der Drehbank zentrisch gebohrt und als Bohrschablone eingesetzt:



      So gelingt es immer.

      Die Speisepumpe sieht jetzt so aus:



      Ein erholsames Wochenende

      Jorge
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    • Hallo,

      nachdem ich auf das Bronzematerial für den Antrieb der Speisepumpen warten muß, geht es mit der Ölspeisepumpe weiter. Der Ölbehälter wird aus 3mm MS58 gefertigt und hartgelötet. Dazu werden die einzelnen Teile mit Messingschrauben fixiert. Damit zum Hartlöten ein entsprechender Spalt zwisten den geschraubten Platten entsteht, werden mit dem Körner entsprechende Punkte gesetzt. Außerdem werden die Teile mit einem Überstand montiert, der später abgefräst wird:

      modell-dampf-forum.info/wbb4/i…2b81c8aec54bcaf22bdf805e2

      Vorbereitung zum Hartlöten:



      Der Behälter wird zuerst mit der Heizplatte vorgewärmt und danach mit dem Brenner auf Löttemperatur gebracht.




      Der Behälter nach dem Löten und dem Schwefelsäurebad:



      Anschließend wird der Körper auf Maß gefräst:



      Und von hinten:



      Jetzt fehlt noch die Öffnung für das Schauglas und der Deckel



      Und mit Deckel:




      Morgen geht es an die Innereien.

      Saludos

      Jorge
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    • Ölspeisepumpe

      Hallo,

      heute ging es mit dem Pumpenkörper weiter. Die Arbeitsschritte sind ähnlich der verangegangenen Speisepumpen. Grobbearbeitung des Hauptkörpers und erstellen des seitlichen Anschlußgewindes:



      Hartlötung des Stutzens ind den Hauptkörper:



      Erstellen der Restbohrungen und Innengewinde:



      Das war es für heute.

      Saludos

      Jorge
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    • Ölspeisepumpe

      Hallo,

      nun sind alle Teile der Ölspeisepumpe gefertigt:



      Zusammengebaut von hinten_



      Ohne Deckel



      Und von der anderen Seite:



      Die Ratsche funktioniert noch nicht so richtig. Einerseits scheinen die Zähnchen zu klein zu sein, oder das Rasterblech ist zu dick und drückt zu fest auf das Rad. Da muß noch nachgearbeitet werden.

      Saludos

      Jorge
      Jedes Werkzeug, das man während einer Reparatur fallen läßt, rollt unter den Wagen und bleibt unter dessen geographischen Mittelpunkt liegen. Dr. Samuel Johnson 1709-1784.
    • hallo Jorge,
      in Ergänzung zu Stefans Antwort hier der Link zu einem Bild eines sog. Gesperres:

      preview.tinyurl.com/yangmxxo

      Wie du siehst, sind die Zähne des Rades leicht hinterschnitten damit der Sperrkegel nicht aus der Verzahnung rutscht. Der Sperrkegel ist außerdem an der Spitze scharf, rund wird er von alleine. Der Sperrkegel muß von einer leichten Feder gegen das Rad gedrückt werden. Wenn Du das Sperrad mit etwa 30 Zähnen versiehst (kommt natürlich auf den Durchmesser an) reicht das vollkommen.
      Gruß
      Heinrich
      der liebe Gott gab uns die Zeit. Von der Eile hat er nichts gesagt.
    • Hallo,

      nun sind alle Teile der Ölspeisepumpe gefertigt:



      Zusammengebaut von hinten_



      Ohne Deckel



      Und von der anderen Seite:



      Die Ratsche funktioniert noch nicht so richtig. Einerseits scheinen die Zähnchen zu klein zu sein, oder das Rasterblech ist zu dick und drückt zu fest auf das Rad. Da muß noch

      nachgearbeitet werden.

      Saludos

      Jorge



      Vielen Dank Stefan und Heinrich,

      das Sperrrad ist unsymetrisch mit 40 Zähnen gestoßen. Ich werde ein neues Sperrrad mit nur 30 Zähnen fertigen. Außerdem ist die Sperrklinke zu fest auf das Sperrrad gedrückt. Weiterhin vergaß ich es zu härten.
      Auf ein Neues nach dem Urlaub.

      Saludos

      Jorge
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    • Hallo Dampffreunde,

      der Sommer ist vorbei und die Werkstatt ist wieder attraktiv!
      Sowohl die Speisewasserpumpe als auch die Ölpumpe braucht noch einen Pumpenhebel, der von einem Exzenter auf der Hinterachse angetrieben wird.
      Für das Exzenterlager werden die einzelnen Teile aus einer Bronze-Flachstange gefräst:



      Zur Weiterverarbeitung werden die zwei passenden Teile zuerst miteinander verklebt und dann noch verschraubt. Zuerst also die Gewinde
      gebohrt:



      Zusammengeschraubt und verklebt die Rohlinge für die Lagerschalen:



      Die Innenbohrung wird auf der Drehbank gebohrt und dann auf Nennmaß ausgedreht. Aber zuerst das mühselige Zentrieren:



      Und hier die fertige Bohrung:



      Der Antrieb sieht jetzt so aus:



      Beide Pumpen samt Exzenterantrieb werden probehalber montiert:



      Das war es für heute.

      Schöner Wochenendausklang

      Jorge
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    • Feuerrost mit Aschekasten

      Neu

      Hallo,

      der Feuerrost ist einfach herzustellen. Aus Flachmaterial 1.4301 werden entsprechende Stücke abgelängt, gebohrt und auf der Fräse vorn und hinten abgeschrägt. Als Abstandshalter wird eine Rundstange verarbeitet. Hier die vorbereiteten Teile:



      Zusammengebaut schaut der Rost wie folgt aus:




      Der dazugehörige Aschekasten wird aus 1,3mm Messing gebogen. Zuerst die Abwicklung mit angzeichneten Biegekanten:



      Gebogen wird einfach mit einer Biegeeinrichtung im Schraubstock:



      Jetzt fehlen noch für beide Teile die Aufnahmeschienen und ein paar Kleinteile, wie z.B. der Arretierungshebel für den Aschekasten:



      Den eingebauten Feuerrost kann man hier sehen:



      Der dazugehörige Aschekasten von der Seite:



      Der Aschekasten läßt sich nach unten absenken:



      Dem aufmerksamen Betrachter ist sicher aufgefallen, daß am Aschekasten noch der Arretierungspin fehlt. Der Arretierungshebel mit Rückholfeder ist ja schon montiert.

      Weiter wird es mit der Tür für die Rauchkammer und dem Kamin gehen. Dazu muß ich mir aber erst noch Material besorgen. Also bis zum nächsten Bericht wird es etwas dauern.

      Saludos

      Jorge
      Jedes Werkzeug, das man während einer Reparatur fallen läßt, rollt unter den Wagen und bleibt unter dessen geographischen Mittelpunkt liegen. Dr. Samuel Johnson 1709-1784.
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      Moin Georg,

      Du wirst den Rost wohl noch mal auseinander nehmen und die Stäbe nacharbeiten müssen. Der Grund ist ein ganz einfacher - Roststäbe haben einen keilförmigen Querschnitt - damit Kohlebröckchen, Glut und Asche ungehindert nach unten fallen können ohne zu verklemmen, die Luft beim Durchgang durch den Rost beschleunigt wird und diesen kühlt, sich selbst dabei erwärmt.

      Der Flankenwinkel beträgt üblicherweise 6°. Auf diesem Bild ist es gut zu erkennen.

      Viele Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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      Guten Morgen Dietrich,

      Deine Ausführungen leuchten mir ein und machen auch Sinn. Dafür brauche ich noch einen entsprechenden Hartmetallfräser.
      In den Anleitungen ist dazu nirgends ein Hinweis. Auch bei den 1 1/2"-Beschreibungen wird Flachmaterial verwendet. Das ist ein pures Insider-Wissen.
      Danke!

      Gruß
      Jorge

      P.S.: Auf dem angegebenen Bild kann ich keinen Flankenwinkel erkennen. Sorry.
      Jedes Werkzeug, das man während einer Reparatur fallen läßt, rollt unter den Wagen und bleibt unter dessen geographischen Mittelpunkt liegen. Dr. Samuel Johnson 1709-1784.
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      Hallo Jorge,
      HM Fräser macht nur Sinn, wenn Du eine steife Maschine hast. Sonst kann es Dir passieren, dass der Fräser zerbröselt, wenn er verhakt.
      Mit scharfen HSS-Co und viel Schmierung gibt es auf "wackeligen" Maschinen u.U. bessere Ergebnisse.

      Zum Rost: Ob der Aufwand mit den Schrägen im Modell gerechtfertigt ist, hängt auch vom Brennstoff, Schienenstößen und Kesselentwurf ab.

      Klar, mit Öffnungswinkel nach unten wird ein Verklemmen von durchfallenden Kleinteilen verhindert. Andererseits ist Dein Rost noch glatt, wie soll sich da was Verkeilen? Und wenn die Schienenstöße rattern, schüttelt es den Rest auch irgendwann mal durch.

      Der Luftzug entsteht im Wesentlichen durch das Feuer im Kessel und die Schornsteinhöhe (unterstützt durch Blasrohr/Hilfsbläser). Was oben rausgeht, muss am besten von unten durch den Rost (und nicht durch Leckagen / Feuertür) nachgesaugt weren. Ob da jetzt im Modellmaßstab die "Düsenwirkung" am Rost tatsächlich noch eine Rolle spielt...



      Grüße Stefan
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      Moin Stefan,
      Zum Rost: Ob der Aufwand mit den Schrägen im Modell gerechtfertigt ist, hängt auch vom Brennstoff, Schienenstößen und Kesselentwurf ab.
      Klar, mit Öffnungswinkel nach unten wird ein Verklemmen von durchfallenden Kleinteilen verhindert. Andererseits ist Dein Rost noch glatt, wie soll sich da was verkeilen? Und wenn die Schienenstöße rattern, schüttelt es den Rest auch irgendwann mal durch.
      Du hast Erfahrung mit Rostfeuerungen, oder ist Deine Bemerkung Ergebnis eines Gedankenexperiments?

      Gleich wie es ist, würde es Dich bezüglich der Grundlagen zum "Aufbau eines Rostes für Kohlefeuerung" sehr wahrscheinlich deutlich weiter bringen, wenn Du diese Bilder gründlich studieren würdest.

      Unter den vielen praktischen Erfahrungen, auf die ich in der Sache zurückgreifen kann, ist unter anderen diese 5" Dampflok, deren Erbauer ich dazu "überreden" konnte, einen "ordentlichen" Rost zu bauen (kannst Du unten auf der Seite sehen). Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Dampfleistung eines Kessels, dessen Typ in seinem Herkunftsland für schlechte Dampfleistung berüchtigt ist.
      Und weil der Erbauer Spaß an seiner Lok hat, stifte ich andere gerne an, etwas mehr Aufwand bei vermeintlich den Aufwand nicht lohnenden Baugruppen zu treiben, damit es denen wie ihm geht.

      Dass "Feuerungsroste" im Modellbau so stiefmütterlich behandelt und ungenügend durchgebildet werden, ist nach meiner persönlichen und vollkommen unmaßgeblichen Meinung vor allem der Tatsache geschuldet, dass die meisten Zeitgenossen verkennen, dass das Herz einer Dampfanlage der Kessel und die dort verwirklichte Feuerung ist.

      Und nun freue ich mich auf weitere Berichte von Georg.

      Viele Grüße
      Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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