D366 Instandsetzung - einige Defekte

    • D366 Instandsetzung - einige Defekte

      Hallo Zusammen,

      vielen Dank für die für die nette Begrüßung bei den Neuvorstellungen.
      Nun hats mich eben auch erwischt mit der "Ausgrabung", da ich nun selbst zwei Kiddies habe...
      Wie gesagt, meine eigene heißgeliebte Smoky aus meiner Kindheit, leider gnadenlos bespielt und am Ende auch noch überhitzt, möchte ich wenns denn irgend geht jetzt wieder zum laufen bringen ... für meine eigenen Kiddies nun. Ok, natürlich auch für mich...oder hauptsächlich? :-).
      Nicht nur überhitzt, auch bösen Reparaturversuch hatte ich wohl begonnen damals vor ca 35Jahren.
      Warum sie überhitze, aber das Sicherheitsventil nicht öffnete ist mir noch rätselhaft. Es war noch einigermaßen Wasser drin, daran erinnere ich mich sogar gut.... Das Ventil sieht auf den ersten Blick ok aus und ist gängig.

      Was haben wir:
      Kessel Schauglas inkl Rahmen hat sich ausgelötet.
      Eine Gewindebuchse ebenfalls.
      Dreckig ohne Ende.
      Kolben und Schieber(?) waren fest - hab ich schon los bekommen.

      Ok, sie ist nun grob zerlegt und den Kessel konnte ich mal grob mit Politur reinigen.
      Leider bekomme ich vorne den Aufsatz (Walze) am Kessel nicht runter. Auch nicht mit Brenner heißmachen. Muß er wohl dranbleiben.

      Mein Vorgehen:
      Erstmal altes Lot entfernen und dann die Gewindebuchse wieder einlöten. Bin Techniker, müsste hoffentlich zu schaffen sein. Der Hebel am Ventil habe ich damals leider angeschmolzen, muß ich mir was überlegen den zu ersetzen...
      Danach Bullauge usw...


      Nun zu meinen Fragen:
      (Ich habe mich schon belesen aber sind trotzdem offen)

      * reicht wirklich Weichlot? (ok, werden wohl max 120°C aber bin trotzdem erstaunt). Bastler Lötwasser reicht auch?
      * Wie Bullauge + Rahmen löten? (Reihenfolge, reicht zb simples stumpfes Auflöten von Bullauge auf den Deckel?)
      * wie komplexes am besten reinigen, zb den Gittersteeg neben Kessel usw?
      * Hitzebeständiger Lack - reicht zb Ofenspray?
      * Hat jemand eine Zeichnung vom Bereich des Kolbens? Habe Bedenken, nicht dass da drin was kaputt gegangen ist beim Losbrechen...

      Würde mich freuen wenn mir da jemand paar Tipps hat.

      Grüße
      Michael
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    • Hallo Michael!

      für den Rahmen vom Wasserstandsglas nehme ich silberhaltigen Lötdraht sowie Lötwasser von CFH und habe damit gute Erfahrung gemacht. Die alten Lötstellen reinige ich penibel vom restlichen Lötzinn. Auf den Rahmen trage ich eine dünne Schicht Lötzinn auf und auf den Kessel lege ich einen Ring aus Lötdraht. Zum Erhitzen tritt ein Feinlötbrenner in Aktion.

      Das Schauglas muss vorher ausgebaut werden. Einbau nur mit neuem Dichtungssatz.

      Wenn die Laufstege verusst sind, erst mit Zahnbürste und Haushaltsreiniger probieren.

      Es gibt hitzebeständigen Lack, aber keinen verwenden der auf Kunstharzbasis aufbaut. Je höher die Gradzahl, je besser. 200C reichen nicht aus.

      Bevor Kolben/Zylinder Schaden nehmen, brechen die Gewindeverbindungen zur Schubstange. Das im Inneren etwas zerstört ist kann ich mir nicht vorstellen.

      Viel Erfolg beim weiteren Reparieren :thumbup:

      Gruß Linnea
      Meine Werkstatt ist nicht unordentlich! Sie ist chaotisch! Dafür habe ich aber alles sofort im Blick :S
    • Hallo Michael,

      mir ging es vor Jahren genauso. Die Wilesco-Walze war in Kindheitstagen ziemlich ramponiert worden und sollte restauriert werden. Da ich den Esbitgestank schon immer furchtbar fand, hatte ich mir als Erstes einen passenden Spiritusbrenner besorgt. Zunächst wunderbar, kaum noch Geruch und sehr schnelle Dampfentwicklung, doch dann machte es Plopp und Zisch und der Wasserstand war abgefallen. Laut Hersteller des Spiritusbrenners hätte ich den Spiritus mit Wasser verdünnen müssen, da der Kessel nur weichgelötet ist. Also alles zerlegt und versucht zu löten. Ergebnis Wasserstand wieder dran aber dafür der Kesseldeckel undicht. Da war mir das mit diesen weichgelöteten Spielzeugdampfkesseln endgültig suspekt, zumal mir als Jugendlicher mal ein Fleischmann-Kessel gar mächtig um die Ohren geflogen und durch weggeschleudertes Esbit fast das Haus in Flammen aufgegangen ist. Material für einen selbst zu bauenden hartgelöteten Kessel wurde bestellt. Bis endlich alles geliefert war, waren aber schon wieder andere Projekte in den Vordergrund getreten und die Wilesco-Walze blieb jahrelang zerlegt in einem Karton. Nach dem letzten Umzug fehlten einige Teile und auch Rost und Gammel hatten zugeschlagen, so dass ich schon am überlegen war, die Reste zu entsorgen, als mir zufällig ein neuer Wilesco-Ersatzkessel in die Hände fiel. So wurde sie mit anderen Teilen aus der Bastelkiste zwar nicht originalgetreu restauriert aber etwas aufgehübscht wieder zusammengebaut.



      Bisher wurde sie nur einmal mit verdünntem Spiritus angeheizt aber es klemmt überall noch etwas. Entweder sind die zusammengesuchten Teile unterschiedlich oder ist etwas verbogen oder fehlen Beilagescheiben, die ich von früher dunkel in Erinnerung habe. Inzwischen gibt es aber schon wieder genug andere Objekte und da mir weicheglötete Kessel nach wie vor sehr suspekt sind, steht das gute Stück erstmal nur in der Vitrine.



      Leider habe ich es versäumt von dem vorigen Schrotthaufen Fotos zu machen, aber vielleicht ist es für Dich ein Anreiz nicht aufzugeben und die alten Stücke aus Kindheitstagen in Ehren zu halten.

      VG
      Joachim
    • Vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen! !

      Heute mal vom handy aus. Daher verzeiht die schreibfehler bitte.

      Als ich den Kessel gereinigt hatte kamen leider viele kleine pünktchen zum Vorschein. .. die dann als Lochfrass enttarnt wurden.
      Das machte so keinen Sinn mehr.
      Daher habe ich jetzt schon nen neuen Kessel da liegen.
      Und wenn ich den jetzt so ansehe.... muss ich den Rest eindeutig auch wieder aufhübschen.
      Ist nun auch alles scgon zerlegt und wartet auf den pinselreiniger ...und dann noch polieren.

      Der antrieb funktioniert übrigens. Mit ganz fester puste dreht sichs.

      Der vorbau ging nur mit zerstören des alten kessels ab. Hab alles versucht zuvor. War wohl angerostet
      Soweit erstmal. ..

      Hat mir evtl jemand nen Tipp welche schwarze farbe sich genau am besten eignet bzw wer hat gute Erfahrungen womit gemacht?
      Gruß
      Michael
    • >>Hat mir evtl jemand nen Tipp welche schwarze farbe sich genau am besten eignet bzw wer hat gute Erfahrungen womit gemacht<<

      Hallo, Michael, ich las kürzlich hier etwas von schwarzer Farbe für Bremssättel. Schau Dir mal den Thread "stehende Zweizylinder-Dampfmaschine Apollo von Regner", von m_genex an.


      Good Morning!
      Hink
      Ich habe die Reu' nicht ersonnen und trag ihren Sinn nicht mehr! (Mark Steier, 2015)
    • Hallo Michael - ich verwende auch Hochtemperaturlack für Auspuff und Bremssattel - bis 650°C. Aber vorsicht - der muss nach dem Lackieren im Backofen bei ca. 160°C ca. 10 Minuten eingebrannt werden, da er sonst bei jeder nachträglichen Erwärmung schmierig und klebrig weich wird. Also bei gelöteten Teilen sollte dann auch das richtige Lötzinn verwendet werden. Ich verwende ich grundsätzlich Hochtemperaturlot (270°C) aus der Sanitärtechnik (Heizungsbau).
      ...das m8 nx, wenn d1 weg is, m1 is a 4 d Katz.