Überholung einer Zylinderschmierölpresse

    • Überholung einer Zylinderschmierölpresse

      Moin,

      im Zusammenhang mit der Suche nach "Krach" aus dem Zylinder von MARTIN musste ich auch die Leitungen für die Schmierölversorgung abnehmen. Ich habe sie sowohl am Zylinder wie auch an der Ölpresse demontiert, damit ich bei den weiteren Arbeiten freien Zugang hatte. Die Ölpresse hatte außen einen ansehnlichen Schmierölüberzug, der mich störte und dessen Ursache ich ergründen wollte.
      Dazu habe ich sie komplett zerlegt und dann überlegt, wo ich etwas besser machen könnte.

      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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    • Hallo,

      weiter geht es. Ich habe die Pumpe komplett zerlegt, die Einzelteile gereinigt und dabei zwei kleine Stifte im Pumpenbehälter gefunden. Damit war klar, warum die Pumpe unzuverlässig gearbeitet hat.
      Leider war nun auch klar, dass der Ölaustritt aus dem Gehäuse dadurch zu erklären war, dass sowohl die Befestigungsbölzchen als auch die Welle in nicht abgedichteten Bohrungen im Gehäuse saßen.

      Weil Hülsenfreiläufe für 1/8"-Wellen leider nicht zu beschaffen waren, musste ich eine neue 4 mm-Welle anfertigen und auch gleich passende Hülsenfreiläufe sowie einen Wellendichtring kaufen.

      Hier die Rückseite des Pumpengehäuses nach Ausbau der festen Freilaufhalterung.




      Die M3-Befestigungsbolzen habe ich weich im Boden des Pumpenbehälters eingelötet.




      In die Rückseite des Gehäuses wurde das Gegenlager der neuen 4 mm-Welle gleichfalls weich eingelötet. Es ist an der Innenseite ganz leicht eingezogen. Der äußere Kopf lässt genügend Raum für einen Steckschlüssel, mit dem die Befestigungsbolzen der Lagerung für den festen Hülsenfreilauf angezogen werden.






      Um den Ölaustritt aus dem Gehäuse auch vorne zu unterbinden und die Welle sicher zu lagern, ist da gleichfalls eine Buchse mit 4H7 geriebener Bohrung mit Aufnahme für einen Wellendichtring eingelötet. Damit die Lager fluchten, habe ich beim Einlöten einen Wellenstummel eingesteckt.




      Der Wellendichtring ist eingebaut.




      Grüße Dietrich
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    • Hallo,

      weiter geht es mit dem Zusammenbau des Ölers. In das Gehäuse wird die hintere Aufnahme für den festen Hülsenfreilauf mit einer untergelgten ABIL-Dichtung eingebaut.




      Der Antriebshebel ist auch neu entstanden und hat nun eine deutlich breitere Nabe (10 mm). In der ist eine 6 mm tiefe Ausdrehung für den zweiten Hülsenfreilauf und die restlichen 4 mm haben eine Bohrung 4H7, so dass der Hebel auf der Welle sicher geführt wird. Die Kraft von der Antriebsstange wird im geführten Teil der Nabe eingeleitet.




      In die Welle habe ich eine kleine Flachstelle eingefeilt, auf die der Gewindestift drückt, mit dem der Pumpenexzenter auf der Antriebswelle geklemmt wird. So wird verhindert, dass die Welle durch den Stift verdrückt wird und eine Demontage jederzeit problemlos möglich ist.




      Die Antriebswelle mit Abdeckscheibe für den vorderen Hülsenfreilauf, dem Handrad und der Kontermutter. Die Laufrichtung der Pumpe ist so gewählt, dass das Handrad beim Vorpumpen von Öl von Hand vor Betriebsbeginn auf das Gewinde geschraubt und somit ein Losdrehen durch manuelle Betätigung verhindert wird.




      Der Antriebshebel ist auf die Welle gesteckt. Die beschrifteten Seiten beider Hülsenfreiläufe weisen in die gleiche Richtung (hier in Richtung Handrad), damit sich "was dreht", andernfalls ist die Freude gering.




      Die versammelten Einzelteile.




      Die montierte Ölpumpe - irgendwie ein wenig unspektakulär. Nun kann sie wieder eingebaut und angeschlossen werden.




      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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    • Hallo,

      nun ist die Pumpe wieder zusammengesetzt und produziert die Öltröpfchen so, wie ich es mir erhofft habe.




      Und so werden Öl-Tröpfchen gemacht.




      Wenn das Wetter am Wochenende mitspielt, wird sie wieder am Dampf-Lkw montiert.

      Viele Grüße
      Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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    • Zylinderölpresse wieder montiert

      Hallo,

      ich habe das heutige schöne Wetter genutzt und die überholte Zylinderölpresse wieder eingebaut. Sie funktioniert so, wie ich mir das vorgestellt habe und rundherum sucht man Ölspuren vergeblich. Die Antriebsstange greift jetzt, anders als in diesem Bild gezeigt, in der letzten Bohrung im Antriebshebel an. Die Schrittweite für einen Schaltvorgang beträgt 12 ° (30 Schritte/Umdrehung).




      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen
    • Moin Dietrich,

      irgendwann beim Durchspielen diverser Möglichkeiten über Pumpenantriebe fiel auch der Gedanke mit den Ratschen.

      Bis es dann wirklich umgesetzt ist baut man noch andere Ideen aus ...

      Geplant war eigentlich ein Direktantrieb, angeflanscht am Getriebe. Dieser fiel aber dem Platzmangel zum Opfer.
      Also kam diese Ratschen Idee zur Ausführung ...

      Gruß Bucki