Restauration einer Märklin 4158/7 Dampfmaschine

    • Ich habe mal einen spannenden Reperaturversuch unternommen. Beim normalen Arbeiten in der Werkstatt sah ich in einer Schublade zufällig eine aufgeschnittene Fantadose und das Blech der Dose ist ja sogar leicht federnd und sehr dünn. Ein erster Lötversuch ergab auch, das sich das Blech gut löten lässt.
      Also habe ich mal versucht daraus eine Bourdonfeder herzustellen. Damit bin ich sogar recht weit gekommen, aber die Feder war dann durchs zusammenlöten leider doch viel zu steif und die Lötnaht ging auf. Dadurch gabs wieder ein Loch. Aber im Prinzip hat es funktioniert. Die Feder hat leicht auf den Druck reagiert.










      Vielleicht klappt das ja mit einem noch dünneren Messingblech besser.

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    • Hallo Max,

      Zum Glasrohr:
      ich hab mir ein neues bei Hielscher besorgt (gleich mit der richtigen Länge und abgeflammt). Es hat nur 6mm außen und ist auch innen etwas enger. Damit es passt, musste ich die konischen Halter etwas abdrehen. Der etwas engere Innendurchmesser hat außerdem den Nachteil, dass sich hin und wieder eine Dampfblase in das Rohr verirrt und festsetzt (keine Ahnung ob das mt dem Originalrohr nicht auch passieren würde).

      Falls Du mir ne PM mit Deiner Adresse schreibst, kann ich Dir ein Stück von dem Silikonschlauch (7 x 3) schicken, mit dem ich es abgedichtet habe.

      Zum Manometer:
      Das Manometer ist ein Ersatzteil für die 16051, die Märklin 2004 neu aufgelegt hat. Das Manometer müsste eigentlich genau das sein, das Du bräuchtest (wenn Märklin nicht das Gewinde geändert hat). Hier ein Bild dazu.

      Viele Grüße,
      Ralf
    • Hallo Ralf,

      danke für diesen spannenden Link. Da kann man schön die verschiedenen Versionen auf einen Blick sehen. Aber genau meine ist das nicht dabei. Alle Versionen haben auch ein neumodisches Manometer. Das neue Manometer ist nicht so schön elegant wie das alte. Das alte Manometer hat so eine schöne Schriftart und geht auch nur bis 3 Atm (~3 bar) und hat auch noch die Einheit psi mit drauf. Ich würde ja gerne mal ein Bild genau von diesem alten Manometer mit Glasverkleidung sehen. Damals war das bestimmt auch Echtglas. Ich wusste gar nicht das die neue Märklin von 2004 ist. Kann man die jetzt noch neu kaufen? Oder gabs die nur kurz?
      Ich werde irgendwann nochmal einen Versuch unternehmen so eine Bourdonfeder zu basteln.

      Ich muss das Glasrohr bei mir erstmal abmontiert kriegen. Das ist gar nicht so einfach. Die beiden großen Schraube habe ich lösen können und versuche gerade diese Art Kitt mit Spiritus anzulösen. Das geht wohl auch, aber nur sehr langsam.
      Wenn es so weit ist freue ich mich natürlich sehr über dein Angebot mit dem Silikonschlauch!


      Beste Grüße,
      Max
    • annasopa schrieb:

      Hallo Max,

      hast Du schon einmal versucht, ein dünnwandiges Messingrohr flach zu drücken? Mehrmaliges Weichglühen und moderate Gewaltanwendung sollte hierbei hilfreich sein.

      VG, Claus
      Hallo Claus,

      das ist auch eine interessante Idee! Aber so ein dünnes Messingrohr muss man erstmal finden. Ich gehe gerade einen anderen Weg um an so eine Feder zu kommen. Ich habe mir ein sehr günstiges Wald und Wiesen Manometer mit Rohrfeder für 3,16€ bestellt. Da will ich versuchen, ob ich nicht die Feder rausbauen kann.

      Lieben Gruß,
      Max
    • mabo schrieb:

      Ich wusste gar nicht das die neue Märklin von 2004 ist. Kann man die jetzt noch neu kaufen? Oder gabs die nur kurz?
      Hallo Max.

      Die 16051 war eine Sonderedition, wurde nur kurz gebaut und mit Zertifikat ausgeliefert. Gebraucht kann man sie in einwandfreim Zustand um die tausend Euro bekommen.

      Gruß Linnea
      Meine Werkstatt ist nicht unordentlich! Sie ist chaotisch! Dafür habe ich aber alles sofort im Blick :S

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    • Neu

      Hallo Ralf,

      danke für das Nachmessen und das Bild! Du hast dir ja für das Gewicht extra ein zweites Ventil gekauft oder? Ich hatte gestern die Idee so ein Gewicht aus normalem Lötzinn mit Pb60Sn40 zu gießen. Da braucht man ja nur eine positiv Form und Ton oder ähnliches um eine negativ Form zu drücken. Und da kommt das Lötzinn rein, wie beim Bleigießen :)

      Komisch das in der Rechnung irgendwo was falsch ist. Wenn ich deine Daten nehme kommt ein Gewicht von ca 70g raus. Geht dein Manometer richtig?

      Wasserstandsglas



      Das Wasserstandsglas ging beim Entfernen leider ganz kaputt. Ich hatte noch die Hoffnung ein Glasbläser könnte das originale Glas evtl. wieder zusammenschmelzen. Aber jetzt wird das wohl schwierig. Es dürfte für einen Glaser ja eigentlich auch nicht allzu schwer sein, das originale Glas einzuschmelzen und ein neues Röhrchen daraus zu drehen/blasen, oder wie auch immer.

      Die Art der Befestigung ist bei der Märklin 4158/7 ein wenig anders als bei der 4146/7.



      Immerhin konnte ich noch die original Maße des Wasserstandsglases abnehmen. Es hat einen Außendurchmesser von 6,5mm, Innendurchmesser 4mm und eine Länge von 32mm.

      Besten Gruß,
      Max
    • Neu

      Micca schrieb:

      Hallo Max,

      da brauchst du keinen Glasbläser, das ist ein einfaches Glasrohr, muss nur auf Länge geschnitten werden. Du musst aber alle Dichtungen erneuern. Mit den alten wird das nichts werden.
      Hier gibt es Dampf-Glas. Ist 0.5mm dünner, das dürfte aber nichts machen. (Versendet auf Wunsch auch als Brief).

      Grüß
      Micha
      Hallo Micha und Dietrich,

      wo ist denn hier? Ich glaube da fehlt ein Link. Es wäre allerdings schön gewesen, den gleichen Außendurchmesser zu haben wie das Original.

      Was ist denn Borsilikatglas? Hält das besonders gut Druck aus?

      Lieben Gruß,
      Max
    • Neu

      Moin Max,
      Was ist denn Borsilikatglas? Hält das besonders gut Druck aus?
      das ist Glas mit besonders guter Temperatur und Chemikalienbeständigkeit, auch die Festigkeit ist besser als die normalen Glases und wird deshalb im Laborbedarf und Aparatebau eingesetzt - hier nachzulesen.

      Das gibt es beispielsweise hier - mit und ohne Rotstrich, man muss allerdings fragen (e-Mail schreiben).

      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

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    • Neu

      Hallo Dietrich

      kann es sein das dein zweiter Link nicht funzt oder bin ich mal wieder zu dähmlich?

      Hallo Max,

      Mit dem originalen Außendurchmesser wird dir wohl keiner dienen können und ohne Rotstrich scheint es auch keine mehr zu geben. Auch wenn es für die Funktion keine Rolle spielt, es stimmt der Innendurchmesser. Das Problem: Bei allen Anbietern werden Glasrohre mit einen Außendurchmesser von 4mm verwendet. Der halbe Millimeter fällt nicht auf, kosten soll es ja auch nichts. Dann musst du schon mal einen Kompromiss eingehen.
      dampfmodellbau-keifler.de/ Das ist der einzige Anbieter der den ich kenne.
      Wenn jemand eine weiteren Lieferanten kennt, dann gerne her mit der Adresse.

      Grüße
      Micha
    • Neu

      Hallo Max, hallo Micha,

      ganz so einfach ist es mit dem Durchmesser nicht. Zum Glück habe ich mir damals gleich mehrere Rohre anfertigen lassen.
      Das Problem ist, dass beim Abflammen der Enden (und das sollte man machen, damit das Rohre nicht in die Dichtungen einschneidet - und wegen der Verspannungen) der Durchmesser weiter abnimmt und dann die konischen Führungen beim Festziehen das Rohr sprengen. Hier musste ich die konischen Führungen etwas abdrehen. Ist nicht ganz ohne, denn wenn dabei was schief geht wird es vermutlich ziemlich schwierig dafür Ersatz zu bekommen.

      Gruß,
      Ralf
    • Neu

      Hallo Ralf,

      bei mir wird es denke ich keine Probleme geben, solange der Innendruchmesser Ø4mm hat. Bei meiner Version sind die Teile die du meinst nämlich nicht konisch sondern gerade und haben einen Durchmesser von Ø4mm ;)




      Micca schrieb:

      Hallo Dietrich

      kann es sein das dein zweiter Link nicht funzt oder bin ich mal wieder zu dähmlich?

      Grüße
      Micha
      Bei mir geht der zweite Link auch nicht.


      Besten Gruß,
      Max

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      Hallo Max,

      ich vermute das ist der selbe Anbieter, der hatte mal auch Glas ohne roten Streifen.
      Das es Gläser gibt die konisch zusammenlaufen resultiert aus der Herstellung. Das Glas wird nicht auf Länge gebrochen sondern "auseinander geschmolzen". Dabei wird es unter der Flamme auseinander gezogen und verjüngt sich dabei leicht.
      Wer's mag kann die Bruchkanten anschmelzen. Meiner Erfahrung nach reicht es völlig aus die Bruchkanten mit feinen Sandpapier zu brechen. Bei den heutigen Wasserstandsanzeigen ist das Glas fast immer gebrochen. Und in die Dichtung muss das Rohr leicht einschneiden, wenn das die Dichtung nicht verträgt kann mann's eh vergessen.
      >Sonst reimt es sich, aber es dichtet nicht.<

      Gruß
      Micha