Maschine Anfängerfrage, wie weiter ....

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    • Maschine Anfängerfrage, wie weiter ....

      Hallo,
      mein Name ist Bernhard, ich wohne im Rhein-Neckar Raum und bin ein leidenschaschtlicher Bastler. Nach Klappzahlenuhren, HiFI Geräten scheint jetzt noch die Sparte Dampfmaschinen dazuzukommen. Meine Kentnisse beschränken sich eigentlich auf die Wilesco D 18 mit der ich zusammen mit unserem, mittlerweile erwachsenem Sohn, gespielt habe. Vor kurzem kam noch die Dampfwalze dazu.
      Jetzt habe ich auf dem Flohmarkt ein Motoren Modell gefunden mit dem ich nicht so recht weiterkomme, bzw. weis was ich damit machen soll. Ich gehe mal davon aus des es zum Antrieb mit Dampf konstruiert wurde, der Dampf wird vorne eingeleitet?
      Kann man das mit Druckluft simulieren? Wo bekomme ich so viel Dampf her? Soll ich die Maschine so lassen (alles läuft nach einer Reinigung recht leichtgängig) oder restaurieren.
      Was mein Ihr dazu?
      Und, wie nennt man solch eine Maschine eigentlich, hat jemand eine Idee wo ich Infos dazu herbekomme, im allwissendem Internet habe ich nichts gefunden.

      Gruß, Bernhard

    • Hallo Bernhard,

      neee, eine Dampfmaschine ist das nicht, das ist ein sehr schön gebauter Verbrennungsmotor. Das Einlassventil ist oben, das Auslassventil ist unten, daran schließt sich der Auspufftopf an.

      Der sieht wie ein liegender DEUTZ-Stationärmotor aus.

      Falls Du den gegen eine Dampfmaschine tauschen möchtest, würde ich mich opfern ;) ;) ;) .

      Viele Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dampfspieler () aus folgendem Grund: Smileys geändert, hatte die falschen verwendet

    • Guten Abend,
      das Einlassventil wird also über einen Fliehkraftregler gesteuert, noch zu verstehen. Aber es muss ja ein Luft-Gasgemisch dort rein, also brauche ich doch einen Vergaser. Und wie erfolgt die Zündung? Für was ist vorne das Ventil, bzw. der Hahn?
      Ich glaube da werde ich mich heute Abend mal reinlesen müssen was es mit dem DEUTZ-Stationärmotor so auf sich hat.
      Spannende Sache. :) Tauschen möchte ich eigentlich nicht, tut mir leid Dietrich, aber das austüfteln und aufheben ist ja gerade das reizvolle.

      Schönen Abend noch, Gruß, Bernhard
    • Ist ja ein Diesel, da brauch man ja logischerweise keine Zündkerze. Langsam komme ich dahinter....
      Ob man so ein Model zum Laufen bringen kann? Wahrscheinlich scheitert es schon bei der Zündung, man bräuchte ja Zündkapseln und einen Druckaufbau zum starten.
      Ob dieses Models so konstruiert wurde das es lauffähig ist?

      Bernhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BernhardK ()

    • Hallo Bernhard,
      ich denke das es sich bei deinem Motor keinesfalls um einen Diesel handelt. Ein Viertakt-Diesel müsste auf jeden Fall eine Einspritzanlage haben, sonst funzt da gar nichts. Außerdem müsste die Verdichtung so hoch sein, das der Motor sich mit bloßer Hand nicht mehr durchdrehen ließe. Es gibt solche Modelldiesel, ein Däne hat so etwas schon gebaut - läuft mit Kerosin.
      Ich glaube das in deinem Motor irgendwo noch so etwas wie eine Glühkerze schlummert, und darauf wartet entdeckt zu werden.
      Was befindet sich denn hinter dem ovalen Flansch in Mitte des Zylinderkopfes, aus dem der Stift herausragt?

      Viel Freude beim weiteren suchen und forschen wünscht - Uwe
    • Moin Bernhard,
      leider kann ich dieses Bauteil auch nicht so recht zuordnen. Hast Du denn schon einmal die Kompression geprüft? Das Verdichtungsverhältnis wäre natürlich auch sehr aufschlussreich. Irgend wann kommst Du an einer Demontage von Bauteilen eh nicht mehr drum-rum. Ich würde als erstes mal den Zylinderkopf abnehmen um in das Innere des Motors zu schauen. Da zeigt sich dann auch ob der Motor einst gelaufen ist, es gibt immer Verbrennungsrückstände oder Laufspuren die auf einen Betrieb hinweisen.

      Viel Freude auf der weiteren Entdeckungsreise wünscht - Uwe
    • hallo Bernhard,

      irgendwo fehlt mir noch die Größenordung des Modells - oder ist es gar ein kleiner Gas?-Stationärmotor, wie er in Handwerksbetrieben eingesetzt wurde?

      Es kann aber auch sein, dass das Zündgestänge noch fehlt - das ist für den Hebel neben der Gewindestange. Drum reicht auch die Welle für die Nockensteuerung über den Zylinderkopf hinaus.
      In dieser englischsprachigen Seite ( oldengineshed.com/ignitor.html ) wird zumindest was ähnliches beschrieben. Dazu sollte aber die Messingbuchse isolierend (Mica ist Glimmer) zum Rest sein.

      Wenn die Maschine sehr leichtgängig und ohne Kompression ist, sind entweder die Ventile falsch eingestellt, undicht oder sie zieht sonstwo Luft.

      Grüße Stefan
    • Moin Bernhard,
      nun wurde die Zündungsgeschichte ja von Stefan so weit identifiziert. Es bleibt die Überlegung ob und wie Du die Sache weiter betreiben möchtest? Entweder die alte Zündung mit Abreißgestänge instand setzen, oder ein Gewinde für eine Zündkerze oder Glühkerze in den Zyl-kopf kurbeln. Die Instandsetzung der ursprünglichen Zündung käme dem Original, wie auch dem Wert des Objektes natürlich am nächsten.

      Viele Grüße Uwe
    • Hallo Uwe und Stefan,
      ich denke ich werde es nicht schaffen den Motor zum laufen zu bringen. Er wird jetzt noch etwas gründlicher geputzt, dann etwas eingeölt und dann kommt er in die Vitrine. Danke für eure Unterstützung. Wobei mir immer noch schleierhaft ist warum es diesen Motor überhaupt gibt. Wenn er als Modell gebaut wurde war es doch ein riesiger Aufwand und er muss entsprechend teuer gewesen sein. Wann wurde so etwas denn gebaut, ich tippe mal auf die 70er Jahre.

      Gruß, Bernhard
    • hallo Bernhard,
      warum solche Motoren gebaut werden, diese Frage sollte sich hier ernsthaft jeder stellen: Es geht um die Beschäftigung mit der Materie und um den Ehrgeiz, sowas selber auch zum Laufen zu bringen.

      Von diesen Motorentypen gab es um die Jahrhundertwende 1900 etliche - auch weil die Elektromotoren auf dem flachen Land noch nicht überall angeschlossen werden konnten. Und das sind natürlich in Originalgröße gefragte Sammlerobjekte - oder werden im kleineren Maßstab nachgebaut, weil die Stadtwohnungen vielleicht noch Vitrinen, aber keine Scheunen mehr haben.
      oldengine.org

      Beim Alter Deines Modells tu ich mich schwer, kann auch vor dem 2. Weltkrieg gebaut worden sein. Ob Einzelstück von einem Hobbyisten oder als Lehrmodell (kann man ja die Arbeitsweise gut beobachten) für Schule/Lehranstalt ist auch schwer zu sagen. img633.imageshack.us/img633/4687/FxtBbx.jpg

      Grüße Stefan
    • @alle,
      ich habe jetzt Bernhard für beitrag 15 mal ein "Like" gegeben, damit der unverständliche (und natürlich unverdiente) "Dislike" verschwindet, wir können aktuell noch nicht nachvollziehen, wieso (oder von wem) er den bekommen hat.
      Wir vermuten einfach eine Fehlbedienung, korrigieren kann das allerdings nur der Verursacher
      Gruß
      Hans
      Alle Theorie ist grau, aber Praxis ohne Theorie ist greulich (ADR)