Bau der Bockdampfmaschine "Donatus"

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    • Bau der Bockdampfmaschine "Donatus"

      Hallo ans Forum,

      von einem guten Freund habe ich einen Bausatz der Fa. Patrik Bengs geschenkt bekommen.
      Über den Bau dieser Dampfmaschine will ich euch in Echtzeit berichten, weil ich im Moment auf Materialnachschub für die anderen Baustellen warte.

      Im Bausatz sind alle fertigen Frästeile und das notwendige Rundmaterial für die Drehteile sowie eine Baubeschreibung und ausführliche Zeichnungen enthalten.
      Die mitgelieferte gelaserte Grundplatte ist Sonderwunsch.

      Alles in Allem eine optisch interessante Maschine, angelehnt an Bockdampfmaschinen aus dieser Zeit.

      Begonnen habe ich mit den Säulen und Verbindungselementen.

      Die Säulen aus Alu habe ich mit matten Lack lackiert.






      So viel zum Tagewerk von heute.

      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.
    • Moin Forum,

      an der Donatus bin ich wieder ein kleines Stück voran gekommen.
      Die Lagerböcke sind montiert, d. h. das Unterteil ist auf den Fußplatten verlötet.
      Da wollte ich schlau sein und habe diese filigranen Teile mit Silberlot verlötet. Das Ergebnis waren 2 verzogene Bauteile.
      Innerhalb von 2 Tagen waren Ersatzteile von Fa. Bengs eingetroffen.
      Die Lagerböcke werden in dafür vorgesehene Taschen im Fuß weich eingelötet. Damit die ganze Sache fluchtet habe ich dieses nun im montierten Zustand mit einer passenden Welle ausgerichtet und so verlötet.


      Als nächstes habe ich die Riemenscheibe und das Schwungrad gedreht.
      Hier macht sich die umgebaute Spannzangenaufnahme ER 32 nützlich, weil man auch kurze Bunde wiederholgenau einspannen kann.


      Die kugelgelagerte Welle mit den beiden Rädern mal für die Optik aufgeschoben.
      So sieht die Donatus schon ganz gut aus und man weiß wo es hingeht.


      Und nun ab in den Garten.
      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.
    • Hallo Forum,
      endlich habe ich die letzten Teile für das Herz der Maschine fertig bekommen.


      Den heutigen Werkstatttag habe ich mit dem Einstellen des Steuerschiebers und dem Exzenter verbracht.

      Danach habe ich einen Bypass an den Schieberkasten und eine Drainage für den Abdampf gelegt.
      Mit anfänglich 1 bar fing die Maschine auch an zu laufen. Nach ein paar kleinen Korrekturen am Exzenter lief dann
      alles rund.

      Leider ist die Videodatei zu groß, ich werde es über Youtube versuchen.

      Bis dahin beste Grüße
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.
    • Hallo Forumgemeinde,

      ein weiteres Bauteil ist entstanden.
      Das Regelventil des Fliehkraftreglers.

      Da gab es eigentlich nur Dreharbeiten zu leisten.


      Die Einzelteile:


      Der Regler auf der Platte montiert:


      (Die Grundplatte ist nur mal zur besseren Standfestigkeit beim montieren auf den Holzsockel aufgeschraubt.)
      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.
    • Hallo an alle Mitleser,

      eine Hand voll Kleinteile für den Fliekkraftregler sind angefertigt und zusammen gebaut.


      Die Feineinstellung der Mechanik und der Fliehgewichte hat einige Zeit gedauert.
      Leider fehlen da in der Baubeschreibung ein paar Hinweise, selbst wenn man nach Zeichnung die Teile anfertigt bleiben doch ein paar Fragen.
      Am Ende habe ich aber alles so hinbekommen, dass die Fliehgewichte (Kugeln) nicht gegen die Speichen schlagen, indem man das gesamte Oberteil auf der Welle einstellt.


      Weiter geht es dann mit dem Verbindungsgestänge zum Regelventil.

      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.

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    • Wolfgang Bengs schrieb:

      Hallo Harald,
      Welche Hinweise fehlten für die Fertigung und Montage? ?(
      Wir könnten das noch in die Baubeschreibung einfügen.

      Hallo Wolfgang,
      ich ordne mich mal zu den geübten Modellbauern ein, musste aber feststellen, dass ich an eine sensible Einstellung des Fliehkraftreglers vor der ersten Probeinbetriebnahme nicht gedacht habe. Im Ergebnis sind dann die Fliehgewichte (Kugeln) schon bei mittlerer Drehzahl gegen die Speichen des Schwungrades geschlagen. Die Welle war wegen der Länge und relativ geringen Lagerführung leicht verbogen. Eine neue Welle war aber schnell angefertigt
      Aus dieser Erfahrung heraus habe ich dann den Regler so von Hand eingestellt, dass die gespreizten Fliehgewichte bei niederer Umdrehung in den Raum zwischen den Speichen synchron laufen.
      Das lässt sich durch geringfügiges verdrehen des Reglers auf der Welle einrichten.
      Dieser Umstand muss aber nicht generell auftreten, möglicherweise habe ich eine geringe Abweichung in der Länge der Kugelarme.
      Auch hier kann man bei einer entsprechenden Gewindelänge die Kugeln einstellen. Ich hatte das Gewinde für die Fliehgewichte länger gemacht um für den Probebetrieb die Kugeln mit einer Mutter zu sichern.
      Wenn dann mal alles läuft werden diese nur verklebt.
      Alle anderen Fragen klären sich von selbst wenn man baugruppenweise arbeitet und dann zusammenfügt.
      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.

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    • Moin Wolfgang,

      schau Dir doch bitte mal dies Bild (Bildschirmfoto des achten Bildes der DONATUS-Präsentation im BENGS-Shop) genau an und schlage den Umkreis um die noch ruhenden Fliehgewichte. Da wirst Du feststellen, dass der das Schwungrad bereits in dieser Situation schneidet und die schon in Ruheposition mit den Speichen kollidieren.



      Abhilfe wäre auf zwei Wegen möglich:
      - den Regler weiter außen anordnen oder
      - den Regler so hoch setzen, dass die Fliehgewichte oberhalb des Schwungrades liegen.

      Falls das noch nie beanstandet wurde, bedeutet das wohl, dass die gebauten Maschinen es allesamt "nur" in die Vitrine geschafft haben und folglich keine "Modelldampfmaschinen" (die laufen mit Dampf) sondern "Modelle von Dampfmaschinen" (die stellen "was" dar und sind nett anzuschauen) sind.

      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen
    • Moin Dietrich,
      ich nehme mal an das Deine Nachricht an mich gerichtet ist.
      Deshalb hier mein Kommentar:
      Das diese Maschine, so wie konstruiert funktioniert steht außer Frage.
      Beweis hierfür ist das Bengs-Video im Bengsmagzin, meine Erfahrung das sie nach sorgfältiger Einstellung läuft und das dazu gehörige Foto noch mal von mir.

      Für ein Video dazu ist es noch zu früh, weil die Maschine im Moment gerade für die Lackierung demontiert ist.

      Deine Empfehlung den Regler noch höher zu setzen wär bei den doch recht hohen Fliehkräften und einem durch die Bauart begrenzten Wellendurchmesser nicht möglich.
      Den Regler weiter nach außen zu setzen würde bedeuten, dass die Hauptwelle entsprechend verlängert werden müßte und auch gleichzeitig die Säulen weiter auseinander stehen müßten. Auch wenn die außen angebrachte Riemenscheibe einen Teil der axialen Fliehkräfte auf der Welle ausgleichen würde, bleibt doch die wesentliche Fliekkraft des Schwungrades erhalten und wirkt auf die Welle.
      Ich denke doch, dass ich als Industriemeister für Kraft- und Arbeitsmaschinen (seit 1970) von der Technischen Mechanik ein wenig verstehe und die Donatus, vorerst unter Druckluft funktionierend, gebaut habe.

      Beste Grüße aus der Werkstatt
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.

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    • Moin Harald,

      ich weiß sehr wohl, wen ich ansprechen möchte und ich meinte Wolfgang. Ich habe eben mal mein Bildschirmmeßwerkzeug bemüht und stelle die beiden Bildschirmfotos hier ein, damit das auch für jeden Betrachter nachvollziehbar ist, was ich sage.

      Abstand Mitte Reglerwelle bis Außenkante Fliehgewicht - 64,5 Pixel




      Mitte Reglerwelle bis Außenkante Schwungrad - 58 Pixel



      Mithin fehlen da 6,5 Pixel und um das "herauszubekommen" reicht es, einfach ein Lineal anlegen zu können.

      Grüße Dietrich
      Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen
    • Neu

      Moin Dietrich,
      mal ganz abgesehen von Deiner PN an mich, ein Forum ist nicht dazu da um private Nachrichten auszutauschen, sonder öffentlich miteinander zu reden. Ich weiß wohl welche Qualifikationen Du besitzt, steht ja auch in deinem Profil!
      Deine theoretische Darstellung auf der Grundlage der visuellen Vermessung eines Bildes allein ist nicht der Beweis dafür das es nicht funktionieren kann. Du beziehst Dich bei deinen Maßangaben auf die äußere Kante des Schwungrades, welche die bei Volllast gespreizten
      Fliehgewichte gar nicht in der Höhe erreichen, zum Anderen liegen die Speichen 6,5 mm tiefer im Felgenkranz.
      Soweit zu deiner Theorie, die Praxis beweißt eindeutig das die Konstruktion funktioniert.

      Gruß
      Harald
      Du kannst nur das nicht, was Du nicht versucht hast.
    • Neu

      hallo Ihr zwei,

      wenn ich den Harald richtig verstanden habe, passt die Übersetzung von 1:3 (auch per Pixelarithmetik) von der Welle auf den Fliehkraftregler, dass die zwei Gewichte synchron in die Zwischenräume der sechs Speichen eintauchen.
      So wie beim Maschinengewehr, das auf den Propeller synchronisiert ist.
      Da scheint auch noch mehr Toleranz (für Feder, Armlängen...) zu sein, wenn man die Ausrichtung kapiert hat.
      Letzerers traue ich einem fortgeschrittenen Maschinenerbauer durchaus zu.

      Grüße Stefan
    • Neu

      Hallo Dietrich,

      ich habe ein paar Bilder von den Fliegkaftregler in der maximalen Stellung gemacht.
      Bei einer Übersetzung von 1:3 wird der Fliegkaftregler so gesteuert das die Kugel die komplette Schwungradstärke eintauchen kann.


      Das war so gewollt weil es eine kleine Herausforderung war.


      Ich bin für jeden Hinweis auf eine Änderung oder Optimierung dankbar.
      Auch wenn etwas unklar ist oder nicht verstanden wird beantworte ich gerne.


      Dietrich schrieb:

      Falls das noch nie beanstandet wurde, bedeutet das wohl, dass die gebauten Maschinen es allesamt "nur" in die Vitrine geschafft haben und folglich keine "Modelldampfmaschinen" (die laufen mit Dampf) sondern "Modelle von Dampfmaschinen" (die stellen "was" dar und sind nett anzuschauen) sind.
      Aber wenn man eine Mechanik nicht erkennt oder verstanden hat und darüber so einen abwertenden Text schreibt ist das nicht sachlich.
      Ich finde diesen Kommentar absolut überflüssig.

      Gruß
      Wolfgang